
Linke Gewalt, das ist wenn man Steine schmeißt auf Glatzen-Demos, die “Juden raus” rufen und von Polizisten geschützt werden, das ist linke Gewalt. Da fliegt ein Stein an den Kopf, aber das ist nicht erklärtes Ziel, da wird hier nicht vorsätzlich stundenlang mit dem Springerstiefel der Kopf am Bordstein matschig getreten. Das ist ein qualitativer Unterschied.
Linke Gewalt ist, wenn man Porsches anzündet. Linke Gewalt ist, wenn man dem Juwelier die Scheiben einschmeißt auf der Autark-Demo, das ist linke Gewalt. Aber die Linken schmeißen eben keine Asylantenkinder aus der S-Bahn, das ist ein qualitativer Unterschied. Aber wir haben hier offenbar ein wahnsinniges Mentalitätsproblem.
Unser Mentalitätsproblem hier in Deutschland ist, dass nämlich Eigentumsdelikte hier viel härter geahndet werden als Personendelikte. Und an der Stelle wird die Linke immer gegen die Rechte ausgespielt, immerzu.
Notleidende Banken werden doch gerettet, notleidende Menschen doch nicht.
Wussten Sie, dass wenn Sie einen Polizisten tätlich angreifen, Sie bis zu zwei Jahren Haft kriegen können, wenn Sie aber das Polizeiauto beschädigen, bis zu fünf Jahre?
– Hagen Rether

“Da fliegt ein Stein an den Kopf, aber das ist nicht erklärtes Ziel” – Achne? Warum fliegen die Steine dann? Weil grad kein Watte-Flausch mehr vorrätig war?
“schmeißen eben keine Asylantenkinder aus der S-Bahn” – Liegt wohl daran, dass man nicht als Nazi geboren wird und wenn man dann alt genug ist, meist zu Herdentrieb neigt.
Mag sein, dass es ein Mentalitätsproblem gibt. Mit dem Finger auf andere zu zeigen, macht es aber nicht besser.
Egal ob rechts- oder links-extrem: Gewalt ist grundsätzlich verachtenswert, sinnlos und dumm.
Hast du den Text überhaupt gelesen?
Hast du dir mal Gedanke drüber gemacht, was das bedeutet, wenn du sagst, “Gewalt ist Gewalt und immer Scheiße”?
Hast du mal drüber nachgedacht, wie sich ein Afrikaner fühlt, wenn er von einer Horde (Herdentrieb? WTF?) Neonazis durch eine sächsische Kleinstadt gejagt wird, kurz bevor die ihn tot trampeln und seinen Schädel auf 2 Quadratmetern Asphalt verteilen?
Hast du mal KURZ drüber nachgedacht, wie sich die Menschen gefühlt haben, die sich aus Angst vor einem kompletten Dorf in ihrem Asylbewerber*innenheim verbarrikadiert haben, als die Horde (Herdentrieb? WTF?) Glatzen da Molotovcocktails drauf schmissen?
Und das willst du gleichsetzen mit Steinen, die auf Polizist*innen (VOLLGERÜSTETE Polizisten) geworfen werden?
Denk noch mal nach.



Bis vor 2 Jahren auch meine Argumentation. Dann kam Torstraßendemo 2010 + Molli Anschlag auf Putzkraft in Friedrichshain usw. Seitdem ist das Hochhalten von “bei linker Gewalt werden keine Menschen verletzt” für mich schwierig. Realschüler in Turtle-Outfit + deren Mitarbeiter sind auch Menschen
Links:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,700392,00.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/linksextremismus-entsetzen-ueber-anschlag-auf-polizeiwache/4053558.html
Werden sicher nicht “keine” Menschen verletzt. Aber du erkennst schon den Unterschied?
Immerhin bräuchte ich wirklich länger, jetzt die Neonazi-Morde und Gewalttaten herauszusuchen und zu verlinken.
Darf ich “Godwin’s law” bemühen?
Die Widerstandskämpfer des Hitler-Regimes, sind genauso zu verachten wie das Regime itself, jedenfalls nach der Logik der “Linksextremismus ist das gleiche wie Rechtsextremismus”-Argumentatoren. Beides Gewalt, beide mit potentiell Leben gefährdenden oder vernichtenden Auswirkungen. Dennoch sind Ziel und Intention gänzlich anderes, oder nicht?
Rechte Gewalt richtet sich gegen Menschen, linke gegen menschenverachtende Ideologien. Ich bin wahrlich kein Befürworter irgendwelcher Gewalt, aber diese Gleichsetzung von Links- und Rechtsextremismus ist diffamierende Polemik einer Gesellschaft mit Problemen auf der rechten Flanke.
Wir haben in Deutschland seit Kriegsende kontinuierlich Tote durch rechte Gewalt zu beklagen (>140 alleine seit 1990) und im linken Lager, außer den durchgeknallten RAF-Kriminellen (34), fand ich keine Zahlen. Ebenso verhält es sich mit dem so hochgehypten Islamterrorismus. Hier gibt es also sehr wohl einen gewaltigen Unterschied.
Ich behaupte das alles im Übrigen nicht “aus irgendeinem Gefühl” heraus, ich befasse mich mit dieser Gleichsetzungskagge hier ausführlicher:
http://blog.weezerle.de/category/politisches/rechtsextremismus-politisches/
In diesem Sinne,
Grüße,
weezerle.
By the way:
Müsste es nicht “attac-Demo” statt “Autark-Demo” heißen?
Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=xEqpzJZoQQg#t=0m43s
“Die Widerstandskämpfer des Hitler-Regimes, sind genauso zu verachten wie das Regime itself, jedenfalls nach der Logik der “Linksextremismus ist das gleiche wie Rechtsextremismus”-Argumentatoren”
Falsch.
Das Regime hat Meinungsfreiheit unterdrückt. Die Widerstandskämpfer kämpften gegen das unterdrückende Regime.
In einem linken Regime (z.B. Stalin) ist die linke Gewalt zu verachten und der von mir aus rechte Widerstand dagegen absolut in Ordnung.
Gewalt um sich gegen Gewalt zu wehren ist immer in Ordnung.
Gewalt einfach nur um seinem Standpunkt Nachdruck zu verleihen oder Menschen mit einem anderen Standpunkt einen wie auch immer gearteten Schaden zuzufügen ist niemals in Ordnung.
Und dabei ist es egal was für vermeintlich gute Gründe derjenige hat welcher die Gewalt ausübt und denkt er würde für das “Gute” kämpfen und “Der Zweck heiligt die Mittel”.
Um wieder zum ursprünglichen zu kommen …. auch Hitler dachte er würde für das “Gute” kämpfen …. so ganz aus seiner subjektiven Sichtweise.
Du rechtfertigst linke Gewalt damit, dass die Gewalt durch Rechte viel schlimmer ist. Das reicht aber nicht um Gewalt absolut zu rechtfertigen. Keine Gewalt ist immer die beste Lösung.
An einem 1. Mai vor einigen Jahren habe ich selbst gesehen, wie ein nicht erklärtes Ziel aussieht. Da lag ein Polizist schwerverletzt und wehrlos am Boden und völlig “unzielgerichtet” ging ein wahrer Steineregen auf ihn nieder. Ich versuchte noch Steinewerfer davon abzubringen aber ich hatte keine Chance. Bei den Beteiligten kam nur die blanke Aggression und Mordlust durch.
NICHTS rechtfertigt Gewalt. Auch nicht Andere, die schlimmere Gewalt ausüben.
Ich rechtfertige hier gar nix. Ich wehre mich aber dagegen, dass Kommentator*innen hier der Auffassung sind, Gewalt gegen Menschen (wegen dem, was sie sind und nicht dem, was sie tun) sei das Selbe wie Gewalt gegen Gegenstände.
Diese Rhetorik ist menschenverachtend.
@jan
Wo siehst Du eine Rechtfertigung irgendwelcher Gewalt. Ich sehe lediglich eine begründete Disqualifikation der Gleichsetzung von Linke Gewalt mit Rechter Gewalt. Beide sind in Qualität und Ziel nicht gleichzusetzen.
Es ist eher eine Diffamierung der einen (linken) und eine Verharmlosung der anderen (rechten) Gewalt.
Was die Ablehnung jedweder Gewalt angeht, sind wir vermutlich alle auf der selben Seite. Ich lehne ebenfalls jedwede Gewalt ab, das hält mich aber nicht ab diese diffamierenden Gleichsetzungen (bzw. Verharmlosungen) zu kritisieren, denn die lässt sich durch nichts begründen.
Die Relativierung sehe ich in den Formulierungen, die suggerieren linke Gewalt sei klar abzugrenzen und hätte immer ein politisches Statement.
Z.B. “Linke Gewalt ist, wenn man Porsches anzündet” und was ist mit dem Ford Fiesta der Krankenschwester, der auch angezündet wurde?
“Linke Gewalt ist, wenn man dem Juwelier die Scheiben einschmeißt” und warum muss dann der Dönerbuden-Besitzer die Scheiben vernageln?
“Da fliegt ein Stein an den Kopf, aber das ist nicht erklärtes Ziel” und was ist mit dem Polizisten, den ich im Steinehagel gesehen habe?
Sicher, alles nicht so schlimm wie die Nazigewalt. Aber mir fehlt hier eine klare Distanzierung von jeglicher Gewalt.
Du kannst es drehen wie du willst,
Gewalt iss Scheiß, egal ob von rechts,links,oben, unten ….
Ich geb Dir in soweit recht, das die Gefahr von rechts WESENTLICH akuter und momentan auch Qualitativ (schwere der Vergehen) als auch Quantitativ (Anzahl der Delikte) ausgeprägter ist, aber das macht die Gewalt von links auch nicht besser. Extrem Links (Stalinismus/Bolschewismus) “Diktatur des Proletariats” ist ebenfalls antidemokratisch [1] und widerspricht damit der Satzung der Piratenpartei. Dort heisst es §1 Abs.1 [2]: “Totalitäre, diktatorische und faschistische Bestrebungen jeder Art lehnt die Piratenpartei Deutschland entschieden ab.” “JEDER ART” steht da, nicht mit dem Zusatz “ausser links”.
Um dein Argument der Harmlosigkeit “linker Gewalt” mal zurecht zu stutzen, mal ein paar Zahlen und Zitate:
[3] Linksextreme Gewalttaten wie Körperverletzung im Jahr 2010: 944 Übergriffe.
[4] „Und seit einiger Zeit setzen auch gewaltbereite Linksextreme vermehrt auf die direkte Konfrontation, was die steigende Zahl der Körperverletzung im Gesamtaufkommen linksextremistischer Delikte zeigt.“
[5] Gewaltbereite Antifaschisten halten in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten auch Gewalttaten für legitim. Nach dem Motto „Schlagt die Nazis, wo ihr sie trefft!“ wird teilweise offen zur Gewaltanwendung aufgerufen. Selbstjustiz wird damit für legitim erklärt, Rechtsstaat und staatliches Gewaltmonopol werden bewusst missachtet.
——
Quellen
[1] http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/FdD%20Linksextremisten_opt.pdf
[2] http://wiki.piratenpartei.de/Satzung#.C2.A7_1_-_Name.2C_Sitz_und_T.C3.A4tigkeitsgebiet
[3] http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-23868/tid-23870/bundesamt-fuer-verfassungsschutz-linksextreme-in-deutschland-immer-aggressiver_aid_674076.html
[4] http://www.tagesspiegel.de/politik/rechts-und-linksextremismus-in-deutschland-sich-vom-feind-abgrenzen/4338656.html
[5] https://www.bayern-gegen-linksextremismus.bayern.de/news/antifaschistisch-motiviertes-gewaltdelikt-22-jaehriger-erleidet-schwere-verletzungen
@Hagen Rether :
Wer mit solchen Hetzen linke Straftaten rechtfertigt wie Sie sollte genauso lange weggesperrt werden wie die rechten Straftäter, am besten alle in einen gemeinsamen Knast, dann würde wenigstens hinterher nur kosten für das rechte gesocks anfallen denn die feigen “linken” würden wohl den Kürzeren ziehen.
Menschen wie du sind der Grund, warum die Nazis immer noch nicht Geschichte sind. Danke für deinen Kommentar. Mal sehen. Vielleicht dürfen wir ja auch bald Kommentare bei hatr.org einstellen.
Antifschistische Grüße.
uh dann gehört wohl das stürmen von Jugendclubs und das ein prügeln auf Besucher nicht zur linken Szene.
weit gefehlt genau den gleichen scheiß macht die nämlich auch.
Ach was ist übrigens mit Entführung und Brand und Bombenanschlägen na klingelt da was…richtig sage nur RAF oder die Anschläge auf die Bahn (wie viele tote hätte es da geben können )
also sorry da kann man schon ne menge vergleichen und das Fazit kann nur sein verurteilen und zwar alle Extremisten egal welcher Seite zur höchst strafe.
also Denk das nächste mal nach bevor du so ein Unsinn verzapft die Opfer der Gewalt Taten von beiden Seiten werden es dir dann vielleicht danken.
Mann kann eigentlich nur von Glück reden das es noch nicht mehr tote gegeben hat.
Wie hat sich dieser Schwachsinn nur so tief in eure Köpfe eingegraben?
„Linke Gewalt ist nur Gewalt gegen Sachen.“ Was für ein Quatsch . Inhaltlich klar widerlegbar durch zahlreiche Beispiele bei denen Linke eben doch Gewalt gegen Menschen richten. Was soll diese krude Aussage? Bekommt man so Wählerstimmen im linken Lager?
Erreicht man so die Zustimmung von Linken die sich moralisch und ideell erhaben fühlen? Einem Publikum, dem eine Relativierung und Bagatellisierung der Gewalt aus den eigenen Reihen gut reinläuft?
Statt Tatsachen zu verdrehen, anstatt eines plumpen Leugnens wäre es ein sinnvoller Beitrag gewesen sich Gedanken über die Ursachen linker Gewalt zu machen. Wie ist diese ideologisch begründet? Wie kann man ansetzen diese Gewalt in den Griff zu bekommen? Wie kann man sich gegenüber Gewaltbereiten abgrenzen? Warum ist Gewalt innerhalb einer Demokratie generell nicht geeignet politischen Wandel herbeizuführen?
Die positiven Veränderungen im Nachkriegsdeutschland wurden doch allesamt mit friedlichen Mitteln erreicht: Die äusserst erfolgreiche Umwelt – und Antiatomkraftbewegung waren explizit friedlich. Sogar die erste gelungene Revolution auf dem deutschem Boden, der Sturz der DDR Diktatur verlief weitestgehend gewaltfrei.
Auch die progressive gesellschaftliche Entwicklung im Zuge der 68er Bewegung ist ja den friedfertigen Mitstreitern anzurechnen. Und eben nicht dem Morden der RAF.
Ich finde es tatsächlich befremdlich, wie sich hier auf dieses “Linke Gewalt ist aber auch schlimm!” versteift wird, ohne zu erkennen, dass Hagen Rether mit diesem Text darauf hinweisen will, dass es einen qualitativen strukturellen Unterschied gibt zwischen linker und rechter Gewalt.
Solche Kommentare, wie deiner verharmlosen Rechte Gewalt.
Sag mal, merkst du noch die Einschläge? Kommentare wie seine, verharmlosen die rechte Gewalt? Was für ein absolut vor Ignoranz strotzender Humbug ist das denn? Nicht er verharmlost irgendwelche Gewalt. Leute wie du sind es, die Gewalt verharmlosen, und zwar die linke Gewalt.
Mir ist es Schnuppe ob jemanden der Schädel zetrampelt wird weil er Ausländer ist oder weil er eine andere Ideologie hat als man selbst. Oder auch einfach nur aus dem Grund weil man eine Uniform trägt… Nenn mir da doch den Qualitativen Unterschied, du elendiger Wichtigtuer… Und bevor gemutmaßt wird, ich bin selber Ausländer und habe selbst Erfahrungen mit Rechter Gewalt gemacht. Aber linksextreme Zecken fühlen sich denoch erhaben und meinen ihre Ideologie rechtfertige all ihre Taten.
Ein Ziegelstein an den Kopf werfen.. Solang das Ziel mit der EIGENEN Ideologie zu vereinbaren ist, ist es O.K… Nur ist eine andere Ideologie der Motor der Motivation ist es nicht ok, da herrscht dann ein qualitativer Unterschied.
Wo ist der Unterschied, wenn ich z.B.morgens aufwache und zu meinen Auto gehe, um festzustellen, dass es nach einer erneuten Linksextremen Demo abgebrannt wurde, oder ob ich als türkischstämmiger Dönerbudenbesitzer morgens meinen Laden aufschließen will und feststelle dass Rechte in der Nacht Molotowcocktails reingeworfen haben?
Wo ist der Unterschied wenn ein Polizist beim verrichten seiner Arbeit schwerverletzt wurde oder ein Afrikanischer Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit schwer verletzt wird? Macht ihr Linken nun auch einen Unterschied?
Verletzt werden in solchen Fällen Menschen, ganz gleich aus welcher herbeigezogenen ideologischen Motivation.
http://de.wikipedia.org/wiki/RAF#Vorgeschichte
“Nach den in der Studentenbewegung geführten Strategiediskussionen um die Legitimation von „Gewalt gegen Sachen“ hatten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein am 2. April 1968 mit Hilfe von Zeitzündern Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern gelegt, um gegen den Krieg der USA in Vietnam zu protestieren.”
Naja, nach NSU wirds dann wohl mal wieder Zeit für etwas Terror von Links. Weil Gewalt erzeugt Gegengewalt erzeugt Gegengewalt erzeugt Gegengewalt ……
Viel Spass dabei.
Links-Rechts-Gleichmacherei ist vollkommen daneben. Die RAF war dumm genug, die linke Bewegung durch ihre Morde und Anschläge zu diskreditieren.
Bei NS(U) gehört der Terror zum Weltbild.
Aus dem schönen Schwarz-Weiss-Bild “Wir sind die Guten, die sind die Schlechten weil deren Ideologie ist per Definition schlecht” (Erinnert mich übrigens immer an Religionen … die Ungläubigen und so) wurde die klare Abgrenzung zum Feind.
Aus deren Gewalt ist schlimmer als unsere Gewalt wurde die Legimitation zu Brandanschlägen.
Aus der Verfolgung durch den Staat wegen der Straftaten wurde der Kampf gegen das Verbrechersystem das die Bösen schützt und die Guten bekämpft.
Aus dem Gedanken das die Rechten normale Menschen töten wurde die Legimitation Menschen als Vertreter des Verbrechersystems zu töten (Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, kein Mensch.).
Aus dem Gedanken das man sich in einem Krieg befindet wurde die Legimitation für Opfer in der Zivilbevölkerung weil der Krieg sie nunmal fordert.
Wer so tut als wäre die RAF nur ein Haufen Dummer gewesen und das kann sich nie wiederholen tut auch so als wäre A.H. nur ein Dummer gewesen und das kann sich nie wiederholen.
Etwas, das mir im Kontext solcher Diskussionen sehr häufig auffällt (gerade bei dir, Herr Riotbuddha) ist das hohe Level an Aggression und einseitiger Argumentation. Jedwede Meinung, die von der _zuerst_ kund gemachten abweicht, wird veruteilt und klein gemacht. Da wird nicht auf das für und wieder eingegangen, nicht so diskutiert wie es sein sollte (multiperspektivisch ist das Zauberwort). Da wird angegriffen, verurteilt, belehrt. So bekommt man die Leute doch nicht überzeugt! Stattdessen schreckt das ab und bestärkt das allgemeine Medienbild der “Linken”!
Teil einer Demokratie zu sein, bedeutet auch, mit anderen Meinungen umgehen zu können, selbst wenn sie schädlich sind/zu sein scheinen. Man muss andere Meinungen nicht mögen aber man muss sie bisweilen akzeptieren oder zumindest mit ihrer Existenz auskommen und sich nicht 175% polemisch verhalten. Einseitiges Gesülze bekommt man schließlich von der rechten Seite genug. Ewtas Kontrast wäre da schön. Und ich rede hier nicht vom Thema Gewalt oder von linken bzw. rechten Politikausrichtungen! Ich rede von der hier archivierten Diskussionskultur.
Und im Übrigen ist es einfach nur wiederwärtig, wie sehr Polizisten immer “die Bösen” sind. Diese eindimensionale Darstellung der Polizei entspricht übrigens auch dem allegmeinen Meinungsbild des “Standartdeutschen ohne richtige Meinung” von “den Linken”. Das ist ein echtes Armutszeugnis.
Tut doch auch mal was für Polizisten, welche die öffentliche Ordnung mit einer Handvoll Dreck und Scheiße (Geld? Was ist das – kann man das essen?) aufrecht erhalten sollen. Ohne die so vielgehasste Polizei als Puffer zwischen den Linken und allem anderen, wäre einiges anders und garantiert nicht besser.
Traurig aber wahr, die einseitige-Moral-Keule wird gleich wieder kommen und zweifellos auch auf mich hernieder gehen. Darum sage ich dir gleich und in aller Freundschaft: Denk mal an deinen Ton.
Vielleicht ist da ja ein Problem, dass du durchaus nur selektiv wahrnimmst. All die Arbeit, die wir in den Schutz und die Stärkung der Rechte von Migrant*innen stecken und gesteckt haben. Wie wir Menschen davor zu schützen versuchen, von Nazis verprügelt zu werden oder Schlimmeres. Über all das habe ich geschrieben und geredet.
Leider scheinst du diesen Teil nicht oder nur verschwommen zu sehen.
Schade.